Kommt ein generelles Handyverbot an der KZU?

Am letzten Schultag vor den ersehnten Weihnachtsferien wurde am KZU-Final von «Jugend debattiert» zur Frage «Soll die Schweiz ein generelles Handyverbot an öffentlichen Schulen einführen?» zumindest engagiert gestritten.

Lara Dijili (4i, Pro 1), Carla Giuliani (4e, Pro 2), Sofia Guedes (4j, Contra 1) und Lars Zgraggen (4h, Contra 2) standen sich in der Aula-Arena gegenüber. Die Expertinnen und Experten in der Jury hatten es nicht leicht mit der Entscheidung, hatten doch alle Teilnehmenden gute Argumente für welche Seite auch immer. Es zeigte sich, wie kontrovers das Thema gesehen werden kann.

Der Gewinnerin Carla Giuliani ganz herzliche Gratulation! Und allen Debattierenden ein grosses Kompliment für ihr Engagement in der Diskussion. Zusammen mit Carla Giuliani werden Sofia Guedes und Lars Zgraggen am Regionalfinale teilnehmen.

Michèle Wenger und Markus Weber, beide im Organisationsteam des Anlasses, führten durch das Finale und befragten am Schluss wie üblich auch das Publikum. Obwohl einige klare Voten zu hören waren, zeigten sich die Zuhörenden in der Abstimmung nach der Debatte sehr zurückhaltend. Die Mehrheit der Hände blieb bei allen Abstimmungsfragen – pro, contra, unentschieden – unten. Über die Gründe kann man nur spekulieren.

Ob nun ein Verbot oder doch eher ein positiver Umgang mit dem Handy an den Schulen vorzuziehen sei, das ist ein weites Feld. Wichtig bleibt, und das soll auch die Aktion «Jugend debattiert» mit bewirken: Der argumentative Streit, die kontroverse Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen sind die Grundzutaten für eine lebendige demokratische Kultur, eine lebendige Kultur überhaupt. Und wenn diese von den Schülerinnen und Schüler gelebt wird, lässt dies hoffen, dass Populismus und Autokratie längerfristig keine Chancen haben werden.

Text und Bilder: Roger Brüderlin