Das Glück in der Solidarität finden

Ein lebhaftes Bekenntnis zu den Zielen der UNESCO anlässlich der Solidaritätswoche.

Am Glücksrad drehen müssten die KZU-Schüler*innen ja eigentlich nicht. Im Zürcher Unterland zu leben und die Schulbank zu drücken, ist schon der Lottosechser. Das ist den meisten Gymnasiast*innen durchaus bewusst – und wird ihnen in vielen Lektionen auch vor Augen geführt. Liest man allerdings die Lokalpresse (Tages-Anzeiger vom 5.5. «In diesem Gymi tropft es durchs Dach») kann man berechtigte Zweifel hegen, wie sinnvoll es ist, dass gerade die KZU das Bildungsprojekt «Elukids» in Sri Lanka unterstützt. Angesichts der verheerenden Schäden des Zyklons Ditwah Ende November 2025 relativieren sich solche Bedenken aber sofort – glücklich, wem nur das Wasser durchs Dach tropft und dem nicht sein ganzes Lebenswerk weggeschwemmt wurde.
Solidarität lehren und lernen ist in der heutigen, zunehmend entsolidarisierten Welt dringend nötig. Dies hat sich die UNESCO-Gruppe der KZU auf die Fahne geschrieben. Sie tut das schon seit Jahren, mit Charme, Ideenreichtum, Aktivitäten aller Art, Lebensnähe und einem langen Schnauf. Dahinter stehen engagierte Lehrerinnen, vornehmlich aus den Fachbereichen der Alten und Neuen Sprachen – allen voran Laurine Pittoni, Französisch- und Italienischlehrerin, welche auch direkte Kontakte zu Elukids pflegt und so den Draht zwischen dem Zürcher Unterland und Sri Lanka immer wieder neu am Leben erhält. Dazu gehören aber auch engagierte Schülerinnen und Schüler, die sich dem Solidaritätsgedanken verpflichten und die wichtige Botschaft unter die Belegschaft bringen. Dass manche Schüler*innen der KZU Wurzeln in Südostasien haben, mag dabei nebensächlich sein – schlägt aber einen weiteren Bogen zwischen den Welten.
Eine Schule lebt immer auch von dem, was zwischen den Zeilen und zwischen den Lektionen passiert. Die UNESCO-Gruppe belebt und prägt die KZU-Schulkultur mit ihren wichtigen Anliegen, wie etwa dem jährlichen Gedenken der Menschenrechte. Und manch eine Schülerin oder ein Schüler erlebt das Glück hoffentlich nicht nur am Rad, sondern auch in der Solidarität. Denn für andere da zu sein und sich zu engagieren steigert ja bekanntlich die Lebensqualität – für alle.
Text: Jost Rinderknecht, Bilder: Laurine Pittoni, Jost Rinderknecht